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Menstruationszyklus Als Zyklus bezeichnet man die Zeit zwischen dem ersten Tag der Regelblutung und dem letzten Tag der nächsten Blutung durchschnittlich 28 Tage mit einer Blutungsdauer von maximal 7 Tagen und einer Stärke von nicht mehr als 80 ml pro Blutung.
Blutungen die über 7 Tage dauern, Blutungen, die zwischen den einzelnen Perioden liegen, verstärkte Blutungen, zu seltene und zu häufige Blutungen, schmerzhafte Blutungen und Blutungen beim Geschlechtsverkehr, sind Zeichen einer Veränderung und bedürfen einer Abklärung.
Die zeitliche Wiederkehr der Regelblutung, Stärke und Dauer lassen auf Störungen schliessen. Die Bildung der Sexualhormone wird von der Hirnanhangsdrüse und dem Hypothalamus gesteuert. Der Hypothalamus gibt ein entsprechendes Zeichen, das Freisetzungshormon (GnRH), an die Hirnanhangsdrüse ab, als Signal, dass Follikel stimulierendes Hormon FSH (Eireifungshormon) und das lutenisierende Hormon LH (Eiumwandlungshormon) abzugeben sind. Über die Blutbahn gelangen nun LH und FSH zu den Eierstöcken, was in der ersten Zyklushälfte (durch FSH) eine Reifung der Eizelle bewirkt: 
Der Eierstock produziert vermehrt Östrogen, dieses gelangt wiederum in den Blutkreislauf zu den Genitalorganen, aber auch zum Hypothalamus und zur Hirnanhangsdrüse. Durch steigenden Östrogenspiegel wird die FSH Ausschüttung zunehmend gebremst, die LH-Produktion nimmt weiter zu. Zur Zyklusmitte gibt es eine massive LH Freisetzung, LH Peack, das zum Eisprung führt.
Unter der Wirkung von LH produziert nun der im Eierstock entstandene Gelbkörper Progesteron. Der Eierstock produziert weiter aber auch Östrogen. Östrogen und Progesteron gelangen zu den Genitalorganen, wiederum zum Hypothalamus und zur Hirnanhangsdrüse und hemmen die FSH- und LH-Produktion. Weitere Eibläschenreifungen finden nicht statt, es tritt keine Befruchtung in diesem Zyklus ein und damit nimmt die Produktion von Östrogen und Progesteron ab. Niedrig oder abfallende Werte von Östrogen und Progesteron oder beides sind Zeichen für die Hirnanhangdrüse einen neuen Zyklus aufzunehmen. Der Hormonabfall bewirkt eine Blutung aus der Gebärmutterhöhle.

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